Nein, ich bin keine Jüdin. Ich wusste lange Zeit gar nicht, dass Klezmer-Musik eine jüdische Musik-Stilrichtung ist. Mir hat es die Musik unheimlich angetan. Auch die Tänze und vor allem die jiddischen Lieder

Jiddisch ist eine Sprache, die ungefähr tausend Jahre alt ist und sich vermutlich aus dem Mittelhochdeutschen gebildet hat. Sie weist auch Sprachelemente aus dem hebräischen, aramäischen, romanischen und slawischen Sprachbereichen auf. Die jiddische Sprache wurde von aschkenasischen Juden in weiten Teilen Europas gesprochen und mit hebräischen Schriftzeichen geschrieben. Bedingt durch die Judenverfolgung vor allem im 19. und 20. Jahrhundert, gibt es nur noch recht wenige Nachfahren, die die jiddische Sprache heute noch als ihre Alltagssprache verwenden. Inzwischen gibt es aber Schulen und Workshops, in denen man auch als Nichtjude die Sprache erlernen und in die jiddische Kultur eintauchen kann.

Ich habe die jiddische Singkultur erforscht und viele Interviews geführt. Mir war klar, dass ich es mit einer Tradition zu tun hatte, die das Singen im Wohnzimmer oder am Bett eines Kindes beinhaltet und die keine Konzertmusik ist. Ich wollte aber einen Weg finden, diese Musik auf die Bühne zu bringen und sie einem Publikum zu präsentieren, ohne diese Singkunst komplett aus der Tradition und Kultur zu reißen. In Interviews erfuhr ist, dass die Lieder viel Geschichte in sich tragen und unteranderem auch zum Geschichten erzählen gesungen werden. Also versuchte ich einen Mix aus dem Erzählen von Geschichte und Geschichten und dem Singen von Liedern zu finden. Bei diesem Programm habe ich auch dem Publikum gerne Lieder beigebracht und wir haben zusammen gesungen. 🙂

Ja klar, so lange ich mir den Auftrag zutraue, male, fotografiere, gestalte, etc. ich gerne 🙂 

Da ich selber kein Instrument mehr spielen kann und das Singen auch immer schwieriger wird, ist es nicht ganz einfach Unterricht zu geben und es erfordert Eigeninitiative des Schülers. Ich berate aber gerne in Stilfragen. Auch im Malen kann ich verschiedene Techniken, die ich mir selber angeeignet habe, zeigen. 

Ich bin Franzi, habe Musik und Musikethnologie studiert und mache gerade eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Tita ist mein Spitzname in der Familie, steht im Friesischen und im Althochdeutschen aber auch für „das Volk“. „Art“ steht für alles Künstlerische, für das ich mich interessiere: Fotografie, Musik, Malen, Grafik und generell sich künstlerisch ausleben. Ich möchte gerne meine künstlerischen Interessen mit meinem Interesse für Ethnologie (Völkerkunde), in Verbindung zu Kunst, verbinden.

Gleichzeitig soll es aber auch Kunst für alle sein: Volkskunst.

Ich bin synästhetisch veranlagt und dieses rot ist A-Moll 🙂