Im Dezember 2020 erhielt ich den Peter Lyman Row Global Musicianship Award 2020. Diese Auszeichnung wurde von der Familie Row zu Ehren des Sitaristen Peter Lyman Row ins Leben gerufen, der zwischen 1974 und 2018 Fakultätsmitglied, Dekan und Provost des New England Conservatory’s war. Der Preis wird an einen Studenten verliehen, der herausragende Leistungen in seinem Hauptfach unter Beweis stellt, sowie ein großes Engagement für tiefgründige Forschungen an einer Weltmusiktradition, die die Interessenbreite von Peter Row verkörpert.

Humor und Mich-Künstlerisch-Ausleben können war schon immer essenziell für mich. Schon in jungen Jahren begann ich diverse Instrumente zu erlernen und Auftritte zu haben: Angefangen bei Violine, über verschiedene Saxophone, Gitarre, Singende Säge, bis hin zur Klarinette. Nebenher durfte ich mit großer Freude Einblicke in die Schauspielerei erhalten. Mit 17 Jahren wurde Klezmer-Musik meine Leidenschaft und ich nahm an verschiedenen Workshops und Festivals in Deutschland und Kanada teil und nahm Unterricht bei vielen renommierten Klezmer-Musikern überall auf der Welt. Schon bald hatte ich Auftritte mit (meinen eigenen) Klezmer Bands und reiste als Musikerin durch Deutschland, die USA, Russland und nach Kanada. Beim Yiddish Fest in Moskau wurde ich 2012 zum „Klezmer Star“ gekürt. 

Im Frühjahr 2015 begann ich mein Studium in Zeitgenössischer Improvisation und Musikethnologie am New England Conservatory in Boston, USA. Aufgrund einer genetisch bedingten Muskelerkrankung musste ich noch während meines Studiums das Spielen von Instrumenten einstellen, fand jedoch meine große Leidenschaft für die Tradition des volkstümlichen Singens in der jiddischen, deutschen und englischsprachigen Kultur. Diese Leidenschaft lebte ich nicht nur praktisch aus, sondern forschte auch auf diesem Gebiet. Für meine Forschung in der jiddischen Singkultur und meinem erdachten mehrschichtigen Notationssystem, erhielt ich 2018 auf der NECSEM Konferenz (The Northeast Chapter of the Society for Ethnomusicology) eine Ehrenauszeichnung. 

Im Dezember 2019 schloss ich mein Studium am New England Conservatory ab. In den letzten Monaten habe ich ein Buch über meine Forschungen an der Tradition des volkstümlichen Singens in der jiddischen und deutschen Kultur geschrieben und dazu passend ein Doppel-Album mit meinem Programm „Geschichte-n erzählen mit Liedern“ aufgenommen. (Mehr darüber im Menüpunkt „Shop“). 

Aufgrund der Muskelerkrankung muss ich seit Anfang des Jahres beatmet werden. Das Singen wurde in den letzten Monaten immer schwieriger, sodass ich auch das  auf professionellem Niveau leider einstellen muss. 

Jetzt möchte ich mich vor allem meinen wiederentdeckten Leidenschaften, dem Malen, Gestalten und Fotografieren, widmen und meine Fähigkeiten darin weiter ausbauen. (Mehr darüber unter „Illustrationen,“ „Gedichte“ und „Fotografie“ im Menüpunkt „Projekte„).

Seit Oktober 2020 mache ich eine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital & Print.